Demokratiekultur

04.11.2007

"Demokratie nach Bürgerart"

Die Demokratie "nach Gutsherrenart" kennen wir ja nun wirklich zur Genüge, sie hängt uns geradezu zum Halse heraus. Die etablierten, ebenso fast alle neu gegründeten und auch schon wieder verschwundenen Parteien meinen, immerzu die Bürger zwangsbeglücken zu müssen.

Doch die Ursache liegt nicht nur bei diesen GUT-Menschen. Diejenigen, die alles schlucken, was ihnen vorgesetzt wird, sind bekannt als deutsche Michel. Der heutige Bürger ist selbstbewusst und sagt:

"Wer teilhaben will, muß auch mitmachen !

02.11.2007

Die Schweigespirale

Mit Schweigespirale ist gemeint, dass die faktische Minderheitsmeinung durch Medien parallel und gehäuft als Mehrheitsmeinung dargestellt wird. Aus Angst isoliert zu werden, unterlassen es Anhänger der eigentlichen Mehrheitsmeinung, ihre Meinung öffentlich zu äußern. Dies führt Noelle-Neumann auf die soziale Natur des Menschen zurück, die ihn Isolation fürchten lässt und jeden einzelnen einem Anpassungsdruck, unterwirft. Aus diesem Grund ist jeder Mensch ständig damit beschäftigt, seine Umwelt zu beobachten. Dadurch erfährt er, welche Meinungen und Einstellungen öffentlich geäußert werden können, ohne Sanktionen befürchten zu müssen.

17.06.2007

Der Irrtum des rationalen Organisationsdenkens

Ziel ist es, eine Gruppe zu organisieren, sie zu einer schlagkräftigen Einheit zu machen, in einer Welt, die von zunehmendem Wettbewerbsdruck geprägt ist. Dieses Ziel wird weniger durch ausgefeilte Hierarchie- und Controllingsysteme erreicht, sondern weit mehr über das Herz (= limbisches System) der Mitstreiter.

16.05.2007

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18.02.2007

Sieben Typen, zwei Fragen und eine Antwort

Wenn wir etwas ändern wollen, müssen wir die aktuellen Rezepte oder Regeln über Bord werfen und sagen: "Ich gehe jetzt einmal mit einem völlig neuen Ansatz an die Sache heran!" Und dafür brauchen wir bald – dringender denn je - voll motivierte Menschen, die dabei mitmachen. Veränderungen - auch jene zum Guten - stoßen auf Widerstand. Der härteste Klebstoff der Welt ist offensichtlich die Gewohnheit. Wenn jemand ein konventionelles Team zu einer lernenden Organisation machen will, dann wird er auf sieben mögliche Gruppen treffen:

05.12.2005

Die Diktatur des Akademikerproletariats

Unsere oberschlauen, doktorierten Sozialkundler und Politologen - Leitfiguren und Meinungsmacher in Politik und Wirtschaft, Medien und Gewerkschaften, Bürokratien und Behörden - zeigen mit ihrem sauberen Zeigefinger auf die "Unterschichtler". Auch ein neues, schlau klingendes, Wort wurde dafür erfunden: Prekariat (Proletariat in einer prekären Lage)

Wohin zeigen aber die verbliebenen Finger unserer Schlaumeier? Die Proleten im alten Rom waren Leute, die nur eines taten: Sie produzierten Kinder. Ansonsten waren sie zu nichts nütze und mußten vom Staat gefüttert werden. Schändlicherweise und irreführend haben Vertreter der sozialistischen Bewegung im 19.Jhd. diesen Begriff generalisierend auf die gesamte Arbeiterschaft gestülpt.

27.07.2005

Bucherscheinung

Wir haben eine Projektarbeit bei der Universität Marburg in Auftrag gegeben, deren Inhalt sich auf die Realisierbarkeit von direktdemokratischen Elementen ausrichtet.

Das Projekt ist abgeschlossen. Das Buch kann bei der Forschungsstelle für direkte Demokratie an der Uni Marburg bestellt werden oder steht hier als DOWNLOAD zur Verfügung.

12.01.2005

Der dressierte Bürger

Aus dem Vorwort des Buches das am 21.02.2005 im Campus-Verlag unter ISBN 3-593-37759-4 erscheinen wird

Dr. Reinhard K. Sprenger schreibt selbst im Vorwort:

10.12.2004

Parlamentarismus - systembedingt undemokratisch

Ein historischer Abriß über die Entwicklung der Parlamentarismus-Kritik

Schon Anfang des 20. Jahrhunderts wurde auf hohem intellektuellen Niveau über die Funktionsfähigkeit des Parlamentarismus im Sinne einer Realisierung von Demokratie debattiert.

02.11.2004

Die Stadt Potsdam als Bürgerkommune

Die Stadt wird vorrangig als Gemeinwesen betrachtet und nicht schlechthin als eine Verwaltungsebene im staatlich-administrativen Bereich. Insofern werden in dem Leitbild inzwischen vielfältig vorhandene Erfahrungen aufgegriffen und Schlussfolgerungen aus den Defiziten gezogen.

28.08.2004

Utopie oder Illussion

Andreas Gross zeigt den Unterschied auf in seinen 16 Thesen, von denen hier nur die ersten drei betrachtet werden:

1. Eine Utopie sei das gleiche wie eine Illusion. Es reicht auch nicht, wie viele hierzulande glauben, sich gegen Utopien auszusprechen, um Realist sein zu können (MF). Ganz im Gegenteil: Eine Utopie ist das, was möglich wäre, aber noch nicht ist und auf unser Handeln wartet, damit es wird. Ein Realist muss auch das sehen, was unter der Oberfläche der Wirklichkeit als Möglichkeit schlummert und morgen, vor allem dann, wenn wir was tun dafür, Realität werden kann.

28.08.2004

Die Magie des Konflikts (III)

Hier folgt die sechste bis achte der moderationserprobten Elemente:

6. Die meisten Konflikte sollen gar nicht gelöst werden.Alle Konfliktpartner gehen stillschweigend von der Voraussetzung aus, dass der Konflikt gelöst werden soll. Tatsächlich ist das aber äußerst selten der Fall. In Wirklichkeit ist der konfliktäre Status Quo allen wichtiger, als dass sie die Nachteile einer Konfliktlösung in Kauf nehmen wollten (ich habe lange gebraucht, bis ich das verstanden habe).

11.08.2004

Die Magie des Konflikts (II)

Hier folgt der dritte bis fünfte der acht moderationserprobten Elemente:

3. Konflikte werden im Kontext von „negativ“ erlebt

Konflikte ziehen uns an; „magisch“, wie man sagt. Und stoßen uns ab. Betrachtet man einige Meter Management-Aufrüstungsliteratur zum Thema, dann springt eher das zu Vermeidende ins Auge: „Konfliktfrei führen“, „Wie man Konflikte löst“ und „Konflikte positiv bewältigen“ heißt es da.

05.08.2004

Die Magie des Konflikts (I)

Konflikte - jeder hat sie; niemand will sie. Deshalb können wir Konflikte besser leugnen als lösen. Die allgemeine Haltung ihnen gegenüber ist vergleichbar mit der viktorianischen Einstellung zum Sex: hinnehmen, aber nicht genießen. Ganz anders natürlich Zeitungen, Fernsehnachrichten und Sondersendungen. Sie leben von Konflikten. Ein kurzer Krieg macht halt bessere Schlagzeilen als ein langer Frieden. Anders auch in Firmen: Klatsch und Tratsch über Streit zwischen einzelnen Personen, Abteilungen, ganzen Unternehmensbereichen erhöhen den Unterhaltungswert des Angestelltendaseins (ich weiß, wovon ich spreche: manchmal vermiss ich es).

31.07.2004

Kluge Basis

Nature, Bd. 421, S. 155 Despotie kostet, Demokratie zahlt sich aus:

Politische Entscheidungen fällt man an der Urne (Deutschland), mit Lochkarten (USA) oder durch Handheben (Appenzell).

13.03.2004

Betrug oder Täuschung ?

Unsere öffentliche Ordnung wird uns als eine Demokratie gelehrt: Doch erstens haben wir hier keine Demokratie=Volksherrschaft und zweitens wird uns nicht gelehrt sondern wir werden verdummt. Volksherrschaft hätten wir, wenn die Bewohner unseres Landes - so wie in der Schweiz - über die grundlegenden Sachfragen der öffentlichen Ordnung selbst entscheiden könnten.

15.02.2004

Nur noch etwa 30% der BürgerInnen vertrauen den Parteien

Frage: Ich lese Ihnen jetzt eine Reihe von öffentlichen Einrichtungen und Organisationen vor. Sagen Sie mir bitte bei bei jeder Einrichtung oder Organisation, ob Sie ihr Vertrauen entgegenbringen oder ob das nicht der Fall ist.

Quelle: Infas-Repräsentativerhebung im Bundesgebiet, Deutsche ab 18 Jahre im Juli 1995, ca. 2000 Personen nach der Random-Auswahl. Anmerkung Pethke: Die Lage dürfte sich bis heute dramatisch verschlechtert haben.

08.01.2004

Organisierte Unverantwortlichkeit

Tacheles von Hans Herbert von Arnim im Chat mit dem Staatsrechtler am 21.10.2003 im ARD auf die Frage:

Herr von Arnim, Sie sind einer der kritischsten Beobachter des Parteiensystems in der Bundesrepublik. Wenn Sie auf die derzeitigen Debatten um die Sanierung von Sozialsystemen und Staatsfinanzen schauen, machen die Parteien da ihren Job richtig?

20.12.2003

Die politische Kultur der Direkten Demokratie

31 Hypothesen und Überlegungen von Andreas Gross, Vizepräsident der parlamentarischen Versammlung des Europarates
Maastricht im Oktober 2001 / Zürich im Januar 2001

20.12.2003

Was ist das für eine Demokratie ?

die nicht vom Volk regiert wird ! Und was sind das für Parteien, die sich "sozial", "christlich" oder "frei" auf die Fahne schreiben ? Denken Wähler oder Parteimitglieder weniger sozial, christlich oder frei, nur weil sie nicht eine dieser Parteien wählen oder ihr angehören ? Alles nur Fassade, Schubladendenken, Volksverdummung !