Demokratiekultur

12.01.2005

Der dressierte Bürger

Aus dem Vorwort des Buches das am 21.02.2005 im Campus-Verlag unter ISBN 3-593-37759-4 erscheinen wird

Dr. Reinhard K. Sprenger schreibt selbst im Vorwort:
"Ich bin ein Staatsfeind. Geworden, nicht schon immer gewesen. Und ich mag Deutschland. Die Landschaft fast immer, die Menschen meistens. Ich bin auch nicht gegen jede Form des Staates. Aber ich bin gegen einen Staat, der sich in mein Leben drängt, der mich gängeln will, der mich zu erziehen versucht.

Ich will mein eigenes Leben leben - und auch führen. Deshalb dieses Buch. Es soll ein Augenöffner sein. Nicht fair, nicht ausgewogen, aber klar. Natürlich habe ich nicht die Illusion, dieses Buch könnte den Staat ändern; aber es kann verhindern, dass der Staat Sie ändert.


Die Presse (Harald Ehren, Financial Times Deutschland) titelt:

"Plädoyer für ein neues Staatsverständnis"

Deutschland verharrt in rasendem Stillstand und braucht mehr als nur Reformen. In seinem neuen Buch analysiert der profilierte Querdenker und Bestsellerautor Reinhard K. Sprenger die mentalen Ursachen und fordert ein grundlegend neues Staatsverständnis. Deutschland braucht eine Politik, die die Bürger nicht maßregelt, sondern ihnen vertraut.

Deutschland ist in der Defensive, der Wohlfahrtsstaat scheint am Ende: Die Wirtschaft verweilt in Dauerlähmung, der Weltmarktanteil der deutschen Industrie sinkt seit Jahren beständig, die Staatsverschuldung nimmt rasant zu, die Arbeitslosenquote erreicht Rekordhöhe, Renten-, Gesundheits- und Bildungssystem sind in der Krise. Reformen sollen Abhilfe schaffen, doch alle Versprechungen seitens der Politiker können nicht darüber hinwegtäuschen, dass es unserem Land an etwas Grundsätzlicherem mangelt: an einer Kultur der Selbstverantwortung und des Selbstvertrauens.

Reinhard K. Sprenger legt den Finger in die Wunden: Der Staat traut den Bürgern nicht zu, dass sie selbst wissen, was gut für sie ist, und beschließt deshalb immer neue Gesetze, um ihr Verhalten zu reglementieren – vom Zigarettenrauchen über die Rechtschreibung bis zum Kinderkriegen. Sprenger zeigt, wie sich die Deutschen unter dem lenkenden Einfluss des Staates in den letzten Jahrzehnten verändert haben. Seine These: der Mangel an Mut, Zuversicht und Engagement sind Konsequenzen einer Politik, die den Staat als Erziehungsinstanz und die Lenkung seiner Bürger als therapeutische Daueraufgabe versteht. Ideen, Risikobereitschaft, Innovations- und Leistungsfreude können sich jedoch nur auf der Basis individueller Freiheit entwickeln, und nicht mit Hilfe staatlicher Volkserziehung.

Gewohnt eloquent und leidenschaftlich plädiert Sprenger dafür, die staatliche Regelungswut einzudämmen und den Bürgern mehr Freiheit zu geben, ihr Leben selbst zu gestalten. Er fordert, ihnen mehr Selbstvertrauen und Eigenverantwortung zuzutrauen, denn: Das »richtige« Leben lässt sich nicht von oben verordnen.

Der Autor Dr. Reinhard K. Sprenger ist Philosoph und Managementberater. Er ist bekannt als Querdenker und will mit seinen Büchern und Vorträgen dazu herausfordern, neues Denken und Handeln zu wagen: ob im eigenen Leben, in der Wirtschaft oder – wie jetzt – in der Politik. Sprenger ist Lehrbeauftragter an den Universitäten Berlin, Bochum, Essen und Köln. Er lebt in Essen und Santa Fe, New Mexico.