Finanzen+Steuern

20.12.2003

Geschichte unseres Geldes (in Kürze)

Ursprünglich wurden Waren direkt gegeneinander eingetauscht. Da dies auf längere Sicht unpraktisch war, wurden Waren in andere leichter tauschbare Waren eingetauscht. Das waren z. B. Muscheln, Tierfelle, bestimmte Steine, Salz oder Vieh.
(Das lateinische Wort für Geld heißt pecunia "Vermögen an Vieh", v. pecus Vieh, weil das erste römische Münzgeld den Wert eines Rindes verkörpern sollte). Das deutsche Wort für Geld stammt von mittelhochdeutsch Galt = unfruchtbares Vieh.

Später wurde das Warengeld durch Metallgeld (Kupfer, Silber und Gold) verdrängt. Es wurde zu Beginn abgewogen, später in standardisierte Einheiten eingeteilt. Private und auch Fürsten und Könige prägten Münzen. Die zahlreichen unterschiedlichen Münzsysteme wirkten sich mit der Zeit nachteilig auf den Handel aus. Goldschmiede wurden im England des 17. Jahrhunderts zu Bankiers. Private brachten Gold zur Aufbewahrung und erhielten dafür eine Quittung, die sie andern zur Bezahlung weitergeben konnten. Die Empfänger konnten das entweder wieder in Gold umtauschen oder ihrerseits weitergeben. Später übernahm dann die Bank von England (1694) die Herausgabe von diesen Scheinen.

Geld entstand mit dem Aufkommen der Arbeitsteilung. Seinen Wert erhält Geld vor allem durch das Vertrauen der Menschen in das Ansehen der Zentralbank, die für den Wert des Geldes geradesteht und den sie durch die Menge der Geldschöpfung (Geldmenge) steuert. Der Gesetzgeber unterstützt das Vertrauen durch die Funktion einer Währung als gesetzliches Zahlungsmittel, d.h. der Gesetzgeber bestimmt, dass es zur Tilgung privater und öffentlicher Schulden verwendet werden kann. Ohne das Vertrauen der Konsumenten wird diese Funktion allerdings wertlos, etwa in Zeiten von Inflation.

Im Wesentlichen liegt Geld sogar in Form elektronischer Daten vor und basiert auf umlauffähig gemachten Schuldverhältnissen. Im internationalen Austausch bezeichnet man unterschiedliches Geld als Währung. Hier erfahren Sie mehr