Sozialpolitik

16.05.2007

Das Verbrechen der Soziologie

KOMMENTAR VON SASKIA SASSEN / RICHARD SENNETT Saskia Sassen lehrt als Soziologin an der Columbia University (USA), Richard Sennett ist Soziologe an der London School of Economics (UK)

"Terrorismus" hat zwei Gesichter. Es gibt wirkliche Bedrohungen und echte Terroristen, und dann gibt es da noch eine Sphäre namenloser Ängste, vager Verdächtigungen und irrationaler Reaktionen.

30.09.2005

Abschied vom Wohlfahrtsstaat

Freiheit und Verantwortung müssen nach Ansicht von Alfred Schüller , Professor am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Philipps-Universität Marburg, in der Sozialpolitik wieder zusammengeführt werden. Im Mittelpunkt seines Denkens steht der unternehmerische Mensch, der seiner eigenen Gestaltungskraft mehr vertraut als den Segnungen des Wohlfahrtsstaates.

Abschied vom Wohlfahrtsstaat

26.11.2004

Instrumentelle Unmenschlichkeit

„Wenig Vernunftbegabte, viele Schwererziehbare da draußen!“ Das ist das Menschenbild vieler betrieblicher Zentralinstanzen. „Die da draußen wissen nicht, was sie brauchen und was gut für sie ist; deshalb brauchen wir geeignete Werkzeuge, die das gewünschte Verhalten erzwingen.“ Schnell ist die Metapher des „Werkzeugkastens“ zur Hand, in den man einen bunten Strauß diverser Instrumente hineinzutun gedenke. So sollen die Menschen an einem zuvor definierten Soll ausgerichtet werden.

26.11.2004

Arbeitnehmer, wo bleibt Euer Aufschrei?

In der globalen Wirtschaft herrscht die pure Anarchie. Die Gier zerfrißt den Herrschern ihre Gehirne. »Das Kapital hat die Bevölkerung agglomeriert, die Produktionsmittel zentralisiert und das Eigentum in wenigen Händen konzentriert.

Ein Wutanfall (von Heiner Geissler)

27.06.2004

Eine historisch vorbildlose Vertrauenskrise

Millionen haben ihr Erspartes verloren, ihren Arbeitsplatz, ihren Zukunftsoptimismus. Gleichzeitig schossen die Managementgehälter durch die Decke, wurde das Ziel einer nachhaltigen Wertsteigerung verfehlt, zerstörte man die Glaubwürdigkeit gegenüber den Mitarbeitern und den Anlegern.

21.02.2004

Die Arbeit ... Segen oder Fluch ?

Der Wert einer Arbeit hat sicher eine Menge Facetten. Mit Arbeit hat man beispielsweise Maschine und Automaten erschaffen, die uns nicht nur die Arbeit erleichtern, sondern uns die Arbeit sogar abnehmen.

Immer neue Maschinen und Produkte werden entwickelt, ungewöhnliche Verkaufsideen entworfen, Export wird gefördert, Umschulungskurse angeboten, Arbeitsanbieter vernetzt und Regionalplanungen haben Arbeitsplätze im Visier. Wir nennen das Fortschritt ! Doch ist dieser Fortschritt Segen oder Fluch ?

16.02.2004

Gesundheitssystem auf dem Prüfstand

Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) in Essen hält Milliarden-Einsparungen im Gesundheitswesen für möglich. Jahr für Jahr steigen stattdessen die Ausgaben.

1992 betrugen die Gesundheitsausgaben in Deutschland 163,2 Milliarden Euro und bis 2002 stiegen sie auf 234,2 Milliarden Euro an. So sieht die Entwicklung aus:

14.02.2004

Arbeitslosigkeit (Statistik und wie hätten Sie's denn gern)

Je nach Betrachtungsweise schwankt die deutsche Arbeitslosenzahl zwischen 4,597 Millionen bis 6,1 Millionen. Die zuerst genannte Zahl orientiert sich streng an den Vorgaben des Sozialgesetzbuches III, wonach nur jene als arbeitslos gezählt werden, die jederzeit dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Diese Sichtweise geht jedoch an der Realität vorbei: